Integrative Tiefenatmung basiert sowohl auf den neueren Entwicklungen der humanistischen und der transpersonalen Psychologie, sowie auf jahrtausendealten Traditionen der Mystik und des Umgangs mit dem Atem in östlichen Kulturen.
In der integrativen Atemtherapie wird der Atem verwendet, um auf leichte Art einen Eingang in tiefere seelisch-geistige Schichten zu erlangen und um abgelehnte Gefühle und unbekannte Facetten, liebevoll in die eigene Ganzheit zu integrieren.
Beim integrativen Atmen werden Ein- und Ausatem zu einem Atemkreis miteinander verbunden.
Beim Einatmen füllen sich die Lungen, dehnen sich aus, so dass besonders der Brust- und Herzraum mit Atem erfüllt ist und ein Gefühl von innerem Raum entsteht.
Der Ausatem fällt bis tief in den Beckenraum hinein. Dies ist der Ort in unserem Körper, in dem Vertrauen und Verwurzeltsein spürbar werden.
Durch die bewusste Verbindung von Ein- und Ausatem - in einem entspannten Atemrhythmus - wird die Aufmerksamkeit im “Hier und Jetzt“ in den Körper gelenkt. Ausgegrenzte, abgelehnte Emotionen und Gedanken werden nun wieder fühlbar. In einem innerlichen Raum von Akzeptanz und Respekt können „alte Erfahrungen“ heilen. Der Verbundene Atem durchströmt letztlich den gesamten Körper und füllt ihn mit innerer Kraft, so dass sich der/die Atmende in die momentane Erfahrung hinein entspannen kann.
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