Symbiosetherapie = auch Symioselenkung / Mikrobiologische
1.
Heutzutage ist es leider häufig so, daß unsere Darmflora (Bakterienrasen) krankhafte Veränderungen in der Bakterienzusammensetzung aufweist. Dies führt zu einer Milieuveränderung im Darm, die nicht selten zur Folge hat, dass sich dort Bakterien in Konzentrationen vorfinden, die schädlich sein können.
Außerdem finden sich teilweise Pilze in zu hoher Konzentration, ebenfalls mit krankheitsförderndem Potenzial. Andererseits sind die natürlichen gesundheitsfördernden Bakterien oft unterrepräsentiert. Dies kann schwerwiegende Folgen haben, denn unser Darm trägt eine wichtige Funktion innerhalb unseres Abwehrsystems. Bei ausgeprägter Dysbiose (Milieuveränderung) ist daher häufig unser Immunsystem nicht so agil und gekräftigt, wie es unter gesundem Darmmilieu sein könnte. Nicht selten kommt es deshalb zu chronischer Infektneigung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Übersäuerung des Körpers usw. Betroffenen Patienten kann in der Regel sehr gut geholfen werden, indem man den Darm "wiederaufforstet" und sich die guten Bakterien wieder im richtigen Verhältnis ansiedeln. Das geht zwar nicht von heute auf morgen, aber in einigen Wochen bis wenigen Monaten ist eine Darmsanierung, die man auch Symbioselenkung nennt, möglich.
2.
Symbiosetherapie beinhaltet vorrangig die Harmonisierung der gesunden Darmflora.
Im Menschen gibt es nämlich sehr viele kleine Lebewesen, die für die Aufrechterhaltung lebenswichtiger Prozesse verantwortlich sind: Auf eine menschliche Zelle kommen etwa 10 dieser Kleinstlebewesen; jeder Mensch hat also mehr „Einwohner“ als es Bewohner auf der Erde gibt!
Infolge der Übersäuerung der Nahrung (Ernährungstherapie) kommt es zu Verschiebungen in der Balance dieser Kleinstlebewesen. Aber auch bei der Umstellung der Ernährung im Urlaub wird die Harmonie gestört und bestimmte Bakterienstämme können sich rasant vermehren und dadurch giftige Stoffwechselprodukte produzieren. Dadurch wird der Organismus angriffsbereiter für krankmachende Erreger, wie z.B. Candida - Pilze, aber auch Bakterien und Viren. Andererseits fehlen dadurch auch wichtige Fermente, die für die Aufbereitung der Nahrung unerlässlich sind und es kommt zur Mangelernährung trotz ausreichendem Angebot. Das verstärkt die Disharmonie weiter und neben akuten Beschwerden, wie z.B. Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl kommt es auch zu einer Schwächung des Immunsystems, da das größte menschliche Immunorgan unser Darm ist: Streicht man alle Darmzotten glatt, erreicht unser Darm die Größe eines Fußballfeldes! Diese Störung des Immunsystems kann sich in chronischen Erkrankungen bis hin zur Krebserkrankung äußern.
Mindestens ebenso gefährlich ist die Verabreichung von Antibiotika, deren Ziel zwar die Bekämpfung krankmachender Bakterien ist, die jedoch auch immer die gesunde Darmflora schädigt. Leider wurden und wird noch viel zu oft mit Antibiotika gearbeitet. Besonders gefährlich ist es, wenn bei einer verordneten Antibiotika - Therapie das Medikament nicht bis zum Ende eingenommen wird, sondern nach der Besserung der Symptome noch etwas „für schlechte Zeiten“ übrig behalten wird und dann später ohne Wissen des Therapeuten genutzt wird: Dadurch werden die krankmachenden Keime abgehärtet und schließlich immun (in der Fachsprache heißt es resistent). Erkrankt man später wieder an diesem Bakterienstamm, so helfen die Antibiotika nicht mehr...
Aber nun zurück zu den gesunden Bakterien, die nicht nur durch Ernährungsfehler und Antibiotika, sondern auch durch Bestrahlungen in der Krebstherapie und Abführmittel geschädigt werden. Der Beseitigung all dieser Schäden und deren Folgeerkrankungen dient die Symbioselenkung, bei der nach einer vorherigen Stuhluntersuchung neben der Beseitigung eines eventuell vorhandenen Darmpilzbefalls die gesunde Darmflora in Einzelschritten verabreicht wird. Sie können die Ansiedlung der Darmflora durch eine Ernährungsumstellung ebenso begünstigen wie durch ein Heilfasten, Colon-Hydro-Therapie und die Energiemedizin.
Im allgemeinen wird die Symbioselenkung wie auch die Stuhluntersuchung von den Krankenkassen übernommen bzw. erstattet. Im Einzelfall gibt es aber auch Präparate, die selbst bezahlt werden müssen oder nur von den Privatkassen getragen werden. Ihr Therapeut kann Sie umfassend beraten.
Indikationen: alle chronischen Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen, Hauterkrankungen, Infektneigung und Krebserkrankungen
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