Chirotherapie oder manuelle Medizin genannt, bedeutet die Behandlung von Beschwerden durch Einrenken und Mobilisation (krankengymnastische Bewegung) verschiedener Körperteile, insbesondere der Wirbelsäule.
Die Chirotherapie behebt Fehlfunktionen der Nervenbahnen, die in der Regel durch eine Fehlstellung der Wirbelsäule hervorgerufen werden. Bei der Chiropraktik werden verschobene Wirbel oder Rippen (sog. blockierte Gelenke) mit einem Ruck eingerenkt. Zudem gibt es eine so genannte weiche Technik, bei der verspannte Muskeln gedehnt und gedrückt werden. Der eigentliche Schmerz wird nicht durch die Blockierung des Gelenks, sondern durch die verspannte Muskulatur ausgelöst. Deshalb ist es sinnvoll, Wärme anzuwenden oder zur Lockerung der Muskulatur Akupunktur, Hochtontherapie, Magnetfeldtherapie oder Neuraltherapie einzusetzen.
Diese Therapie gehört ausschließlich in die Hände von ausgebildeten Therapeuten, denn vor jeder chiropraktischen Manipulation muss eine exakte Diagnose gestellt werden und ggf. sogar Röntgenaufnahmen angefertigt werden. Da man sich an das „Knacken“ gewöhnen kann und jedes Mal die Gelenkflächen strapaziert werden, darf in einem Segment maximal alle 6 Monate manipuliert werden.
Indikationen: abgeklärte Blockierungen im Bereich der Wirbelgelenke und der Extremitätengelenke
Kontraindikationen: Bandscheibenvorfall, Entzündung, Tumor, Osteoporose
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