Der Vorteil der Antlitzdiagnose ist unbestritten. Geht man schlicht nur nach den Beschwerden, z.B. Krämpfen, dann mag man wenig oder keinen Erfolg haben, wenn man stattCalcium phosphoricum Magnesium gibt. Beides sind Krampfmittel. Beide unterscheiden sich jedoch deutlich durch die Antlitzdiagnostischen Zeichen.
Man muss nicht wissen, was die eigentliche Ursache einer Erkrankung oder der Beschwerden ist. Wenn man sich der Antlitzdiagnose bedient um ein entsprechendes Mittel zu wählen wird es richtig sein, weil dieser Mineralstoff im Organismus nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist! Vergessen Sie nicht vergessen, dass unser Organismus diese Mineralsalze, und zwar jedes einzelne, für alle Stoffwechselvorgänge dringend benötigt. Ohne Stoffwechsel kein Leben, ohne Mineralsalze kein Stoffwechsel.
Besteht also ein Mangel an einem Salz, so ist das ganze Gefüge beeinträchtigt, ja manche Salze bedingen sich sogar gegenseitig für ihre Wirkung, so z.B. Calcium phosphoricum und Magnesium phosphoricum.
Echte Heilerfolge oder Besserung sind nur zu erwarten, wenn die Grundursache behandelt wird. Die Antlitzdiagnose gibt Aufschluss darüber, welche Anforderungen der Körper an den Mineralhaushalt stellt.
1923 veröffentlichte Dr. of nat. Kurt Hickethier (1891-1958) seine Forschungsergebnisse über die Antlitzdiagnostik. Er belegte, dass ein Mineralsalzmangel „aus der Beschaffenheit des Antlitzes mit Sicherheit erkannt werden kann“, und aufgrund dieser Feststellung die fehlenden Salze verabreicht und somit das Gleichgewicht des Organismus wiederhergestellt werden kann. Diese Zusammenhänge hatte auch schon Dr. Schüssler erkannt, der bis zu seinem Tod im Jahre 1898 mit großem Erfolg nur mit den biochemischen Salzen gearbeitet hat, und er forderte seine Studenten auf „die Antlitzdiagnostik gründlich zu studieren“. Dr. Hickethier forschte und arbeitete bis zu seinem Tod 35 Jahre lang nur mit der Biochemie und der Antlitzdiagnose und fand seine Erkenntnisse immer wieder durch Erfolge bestätigt. Er entwickelte ein Bewertungssystem mit einer Skala von 1-10, bei dem die ermittelte Stärke des Mineralstoffmangels mit dem Faktor 2 multipliziert wird (Ausnahme ist Magnesium phosphoricum, hier ist der Faktor 3), und sich so daraus die Einnahmemenge ergibt.
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