Essstörungen sind kein Ernährungsproblem, sondern gestörter Umgang mit dem Essen. So gibt es auch viele Namen und Varianten dieser psychischen Störung; Essstörungen, Magersucht (Anorexie), Gesundessen (Orthorexie), Ess-Brech-Sucht (Bulimie), Fresssucht, u.v.m.
Die Ursachen sind vielfältig. In der heutigen Gesellschaft gilt ein Schönheitsideal, das insbesondere für Frauen einen schlanken, gesunden und schönen Körper fordert. Dieses Ideal begegnet Frauen Tag für Tag z.B. in der Werbung oder in Zeitschriften.
Eine zentrale Frage bei Essstörungen ist: "Wo hört das gestörte Essverhalten auf, und wo beginnt die Essstörung?" Der Übergang ist fliessend, jedoch nicht beliebig. Bei der Behandlung von Essstörungen werden kurzfristige und langfristige Massnahmen eingesetzt. Grundsätzlich sollte die Behandlung von langjährigen Patientinnen in einer Klinik stattfinden, wenn schwerwiegende medizinische Probleme aufgetreten sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Therapie von Essstörungen, schon allein um chronischen Gesundheitsschäden vorzubeugen, zunächst das gestörte Essverhalten angegangen werden muss, ein langfristiger Therapieerfolg aber nur zu erwarten ist, wenn auch die der Störung zugrunde liegenden Faktoren behandelt werden. Dabei nehmen die Verbesserung des schlechten Selbstwertgefühls und der angemessene Umgang mit Problemen einen sehr hohen Stellenwert ein.
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