Mit Hilfe der Iridologie (Irisdiagnos, bzw. Augendiagnose) kann man neben wichtigen Hinweisen zur konstitutionellen oder erblichen Veranlagung, längst bevor sich eine Erkrankung manifestiert, auch akute Anzeichen der spezifischen Krankheitsdispositionen erhalten.
Die Regenbogenhaut des Auges (Iris) spiegelt mit ihren Linien, Flecken und Pigmentierungen das Geschehen im ganzen Organismus wider, aber auch das geistig-seelische Leben mit allen überstandenen, bestehenden und möglichen in Entwicklung befindlichen Krankheiten - davon geht die Irisdiagnose aus.
Die Irisdiagnose ordnet die rechte Iris der rechten Körperseite und die linke Iris der linken zu. Sie unterscheidet aber auch zum Beispiel verschiedene Zonen innerhalb der Regenbogenhaut: Der oberen Zone wird eine Beziehung zum Kopf zugeschrieben, die mittlere Zone repräsentiert den Rumpf, die untere Unterleib und Beine.
Drei grundlegende Iris-Zeichen sind für den Spezialisten auf diesem Gebiet von entscheidender Bedeutung: Unnatürliche Färbung, weiße, dunkle und schwarze Male als Tupfen oder strahlenförmige Linien, kreisförmige oder Kontraktionsringe.
Für den Iris-Diagnostiker repräsentieren weiße Male Entzündungen oder Überreizungen, dunkle Male weisen hingegen auf Unterstimulierung und verringerte Funktion hin. Schwarze Male werden als Substanzverlust interpretiert.
Darüber hinaus wird von der Pupille nach außen in drei Kreiszonen unterteilt. Die innerste Zone soll dabei vor allem den Verdauungsorganen entsprechen, die mittlere den Stoffwechsel- und Ausscheidungsfunktionen und die äußere vornehmlich dem Knochengerüst und der Haut. Innerhalb dieser Kreise werden noch einzelne Segmente unterschieden, die mit einzelnen Organen bzw. Organsystemen in Zusammenhang stehen sollen.
Durch diese Einteilung in radiäre und zirkuläre Abschnitte und deren weitere Unterteilung entstehen so 96 Zonen, die bei der Beurteilung des Patienten helfen. Genau studiert wird die Iris durch den Therapeuten entweder mit dem "Irismikroskop" oder aufgrund von "Irisfotos", die vergrößert auf eine Leinwand geworfen werden.
Irisdiagnostiker können, durch die völlig unproblematische und schmerzlose Untersuchung der Augen (eigentlich nur ein aufmerksames Hineinschauen in die Iris), wichtige Hinweise zur Diagnosefindung bekommen. Oft sogar in Fällen, in denen andere Methoden versagen. Auch in der Kinderheilkunde kann die Irisdiagnose von großem Nutzen sein.
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