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Aromatherapie, Aromatologie

Pflanzenheilkunde, Kräuterheilkunde, Mineralien - Therapie, Behandlungsmethode, Massage

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Autor/in
Dipl.-Med. Claudia Buntrock
Fachärztin für Allgemeinmedizin Zusatzbezeichnung: Naturheilverfahren und Chirotherapie
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Aromatherapie wird oft der Phytotherapie zugeordnet, obgleich ihr im Unterschied zu jener nicht die Wirkung auf den Körper zukommt sondern die Wirkung auf den Geist und die Seele. Aus der Vergangenheit bekannt dürfte das „Riechfläschchen“ sein, welches ohnmächtigen Frauen im eng geschnürten Korsett wieder auf die Beine helfen sollte. Aber bereits den Ägyptern war die Wirkung bestimmter Aromadüfte bekannt, vor allem die sexuell anregenden Lockstoffe (Aphrodisiaka) aus Sandelholz, Moschus und Rose. In Europa entwickelten die mittelalterlichen Klöster die Aromatherapie weiter. Zu den berühmtesten Vertretern jener Zeit gehört die Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179). Viele kräuterkundige, weise Frauen wurden als Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, so dass sich das weitergegebene Wissen ausgangs des Mittelalters bereits arg dezimierte. Mit der Hinwendung zur Chemie im 19. Jahrhundert schien das Ende der Aromatherapie gekommen. Erst seit etwa 50 Jahren erfolgt die Wiederentdeckung und Weiterentwicklung.

Wir verwenden heute die Aromatherapie tagtäglich mit unserem Lieblingsparfüm, welches uns und anderen Menschen Wohlbehagen suggerieren soll. Auch bei den Bädern und Inhalationen wird in Form von Bade- und Inhalationszusätzen im Sinne der Aromatherapie gehandelt. Die aromatischen Essenzen werden nicht nur durch die Haut aufgenommen sondern erreichen über den Geruchssinn unser Gehirn. Dort können sie anregend oder auch beruhigend wirken. Aber direkter Kontakt von antibiotisch wirkenden Essenzen auf Wunden, wie z.B. von Knoblauch oder Meerrettich gehört ebenso zur Aromatherapie wie die Verwendung entzündungshemmender Arnika, Ringelblume oder Kamille. Dabei ist der Übergang zur Phytotherapie oft fließend.

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