Wirkung und Anwendung von CBD-Öl in der Medizin

CBD, also ein Cannabiswirkstoff, hat weltweit in den vergangenen Jahren einen Hype ausgelöst. Während in den USA bereits seit längerer Zeit in etlichen Bundesstaaten Cannabis und aus der Pflanze stammende Produkte legal erhältlich waren, gilt dies mittlerweile auch für einige europäische Länder. In anderen Ländern ist Cannabis an sich immer noch nicht auf dem normalen Wege erhältlich, sofern es nicht als Medikament verschrieben wurde. Das betrifft aber nur die Cannabisprodukte, die THC enthalten und mit der Droge in Verbindung gebracht werden können.

Wirkung und Anwendung von CBD-Öl in der Medizin
Bild: Wirkung und Anwendung von CBD-Öl in der Medizin

Nicht THC-haltige Produkte, beispielsweise etliche Cannabisöle, sind in Europa oft problemlos legal und rezeptfrei erhältlich. Für viele Menschen ist dies ein echter Fortschritt, denn Cannabis und dessen Inhaltsstoffe waren lange Heilmittel und spielen auch heute in der Medizin eine tragende Rolle. Dieser Artikel befasst sich mit den unterschiedlichen Arten des CBD-Öls und erklärt, warum sie für die Medizin von Vorteil sind.

Wirkung von CBD-Öl

Auch bei der Hanfpflanze gibt es verschiedene Arten, sodass jeder, der der CBD-Öl in Drogerien oder im Internet kauft, aufatmen kann. Denn dieses Öl, auch Cannabidiol genannt, wird aus nicht THC-haltigen Pflanzen gewonnen und hat keinerlei berauschende Wirkung. Anders kann - aber muss nicht - das bei ärztlich verschriebenen Ölen und Cannabisprodukten aussehen, welches in Apotheken gegen Rezept ausgegeben wird. Aber was ist Cannabidiol eigentlich? Ein Überblick:

  • Ursprung - CBD wird zumeist aus Faserhanf gewonnen. Nicht selten wird hierfür der Hanf verwendet, der auch in der Kleidungsindustrie genutzt wird. In diesem Hanf ist der Anteil an Cannabidiol besonders hoch, dafür enthält die Pflanze keinerlei oder kaum THC.
  • Gewinnung - grundsätzlich darf nur zertifiziertes Saatgut zum Einsatz kommen, da dieses einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent hat. Zwischen April und Mai wird die erste Saat ausgesät und im Spätsommer geerntet. Jede Pflanze enthält Samen, die nun zur Gewinnung von CBD-Öl gepresst werden.
  • Inhaltsstoffe - viele der Inhaltsstoffe des Öls sind für den Körper wichtig, doch kann er sie nicht selbst herstellen. Hierzu zählen: Mineralstoffe, Proteine, ungesättigte Fettsäuren und Vitamine.

Das sind die Grundsätzlichkeiten des Hanföls, doch sind es die Cannabinoide, die es aus medizinischer Sicht so wertvoll machen. Insgesamt hat das Öl an die 480 Wirkstoffe. Besonders die folgenden Cannabinoide sind aus gesundheitlicher Sicht nützlich:

  • CBC - der Wirkstoff soll entzündungshemmend und schmerzlindernd sein.
  • CBD - gerade bei chronischen Schmerzen hilft dieser Wirkstoff. Bei Arthrose, Migräne, Krämpfe und chronischen Schmerzen kann es zu einer Linderung verhelfen. Der Wirkstoff hilft vermutlich sogar während einer Chemotherapie.
  • CBDA - dieser Bestandteil kann bei Übelkeit helfen, was sich natürlich wieder bei Krebstherapien auswirkt.
  • CBG - dieser Stoff wirkt antibakteriell.
  • CBN - dieser Stoff hat eine ganz geringe psychoaktive Wirkung, weshalb er als Angst lösendes Medikament oder bei Panikattacken eingesetzt werden kann.

Einige Studien besagen, dass CBD-Öl unterstützend bei einer Krebstherapie helfen kann, da die Inhaltsstoffe Krebszellen angreifen. Grundsätzlich sind die Wirksamkeiten zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht vollständig geklärt, da die Heilwirkung von Cannabis über Jahrzehnte missachtet und somit nicht erforscht wurde. Es darf gesagt werden, dass die Wissenschaft erst jetzt wieder neu lernen muss, was vor 2.000 Jahren gängiges Basiswissen war.

Wo wird CBD-Öl eingesetzt?

Wer bei dem Namen »CBD-Öl« sogleich denkt, dass das Öl sicher auch in der Küche eingesetzt werden kann, irrt sich. Das Öl an sich ist sehr bitter und kann zwar oral via Tropfen eingenommen werden, doch schmeckt es wie eine üble Schluckimpfung. Es kann aber in geringer Dosis durchaus über das Essen eingenommen werden. Alternativ stehen Verdampfer zur Verfügung, wobei auch die von E-Zigaretten funktionieren. Einfacher ist sicher die Einnahme über Kapseln. Und für welche Krankheiten hat sich das Öl aus der Hanfpflanze schon empfohlen? Ein Überblick:

  • Schmerzen/Entzündungen - bei diesen Empfindungsstörungen hat das Öl eine hervorragende Wirkung. Wer unter häufigen starken Schmerzen leidet, der sollte auf einen hohen CBD-Wert im Öl achten, da dieser die Wirkung verstärkt.
  • Fibromyalgie - laut einer Studie aus Dänemark eignet sich CBD-Öl zur Linderung der Fibromyalgie. Für unter der Krankheit leidende Menschen dürfte das eine wunderbare Nachricht sein, da die Krankheit auf viele Schmerzmittel nicht reagiert.
  • Arthritis - auch hier zeichnet sich CBD-Öl als schmerzlinderndes Mittel aus, welches gleichzeitig entzündungshemmend wirkt.
  • Parkinson - offenbar hat CBD-Öl wunderbare Effekte auf die Parkinsonkrankheit. Sie kann zwar nicht geheilt werden, doch hilft das Öl Patienten, die Muskeln wieder zu entspannen und somit kontrollieren zu können.
  • Schlafprobleme - CBD-Öl kann helfen, abends den Stress hinter sich zu lassen und besser zu schlafen. Es muss aber in den frühen Abendstunden genommen werden, damit sich die Wirkung entfalten kann. Und: Wer dauerhaft Schlafprobleme hat, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und an der Ursache arbeiten.
  • Depressionen - CBD-Öl wirkt stimmungsaufhellend und hilft somit gegen die Depression. Zusätzlich kann es Stimmungsschwankungen abmildern und den Appetit anregen. Achtung: Auch hier muss die Ursache behoben werden. Wer bereits Psychopharmaka einnimmt, muss unbedingt vor der ersten Einnahmen mit dem behandelnden Arzt sprechen, da sich die Wirkstoffe der Medikamente nicht unbedingt mit CBD vertragen.

Was ist dabei zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass die Einnahme von CBD-Öl bei schweren Krankheiten oder chronischen Erkrankungen immer mit dem Arzt abgesprochen werden muss und dass das Öl absolut kein Ersatz einer konventionellen Behandlung, beispielsweise Krebsbehandlung, ist. Ansonsten:

  • Herkunft - es sollte Öl aus biologischem Anbau sein.
  • Einkaufen - in Österreich darf CBD-Öl online wie auch stationär in Geschäften vertrieben werden. Wer noch nie in Berührung mit dem Produkt kam, der hat die Möglichkeit, es in Hanfshops erst einmal auszutesten.
  • Nebenwirkungen - es kann sein, dass die Einnahme zu Mundtrockenheit führt. In diesem Fall gilt: Viel trinken. Die Nebenwirkung lässt mit der Zeit nach.
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Abbildung 2: CBD als neue Option gegen Kopfschmerzen?

Fazit - ein lange vergessenes Wundermittel

CBD-Öl wurde über Jahrhunderte vergessen, doch erkämpft es sich seinen Platz zurück. Bereits jetzt ist bekannt, dass es eine große Wirkung bei vielen Krankheiten und Beschwerden hat, wobei die Studien noch relativ neu und rar gesät sind. Wer es einmal ausprobieren möchte, der hat in Österreich kaum Mühe, an hochwertiges Öl mit hohem CBD-Anteil heranzukommen.

Bildquellen:
Abbildung 1: @ futurefilmworks (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com


Letzte Änderung: 09.11.2018

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